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Zentrum

Leben und Arbeiten im Zentrum des Karma Kagyu Chö Khor Ling e. V. in Todtmoos

Der Verein Karma Kagyu Chö Khor Ling e. V. (KCL) betreibt in Todtmoos-Au ein Zentrum, bestehend aus dem Tempelgebäude und dem Gästehaus Haus am Mühlenbach (HaM). Der Vereinszweck ist die Bewahrung und Pflege des Tibetischen Vajrayana-Buddhismus gemäß der mündlichen Überlieferung, insbesondere der Benchen-Tradition. In diesem Sinne wird auch das Zentrum betrieben und dementsprechend ergeben sich Richtlinien für diejenigen, die am Platz leben und arbeiten wollen.

Dies wollen wir im Folgenden präzisieren.

  1. Gemeinsame Praxis

Täglich wird morgens um 07:00 Uhr eine Tara-Puja und abends um 20:00 Uhr in der Regel (falls keine andere Praxis gemacht wird) eine Chenresig-Puja durchgeführt. Von 17.00 bis 18.00 Uhr ist eine Shine-Praxis vorgesehen. Dies soll bei der Arbeit (Lärm) berücksichtigt werden. Die Praxis ist ausnahmslos sicherzustellen. Die Teilnahme an diesen Praxis-Stunden kann zwar nicht verpflichtend sein, es sollte aber das Ziel eines jeden sein, regelmäßig daran teilzunehmen.

  1. Nachtruhe

Von 22.00 bis 6.00 Uhr wird in der Regel eine Nachtruhe eingehalten.

  1. Gemeinsame Mahlzeiten

Die Mahlzeiten werden gemeinsam eingenommen. Der Einkauf und die Zubereitung der Mahlzeiten werden von den Teilnehmenden einvernehmlich geregelt, ebenso der Abwasch.

  1. Gemeinsame Essenskasse

Die Verpflegung erfolgt über eine gemeinsame Essenskasse. Diese Essenskasse wird eigenverantwortlich von den am Platz Lebenden verwaltet. Für Menschen, die auf Einladung des Vereins am Platz sind, oder die zu Gunsten des Vereins ehrenamtlich und unentgeltlich arbeiten, übernimmt der Verein die Verpflegungskosten.

  1. Team-Besprechungen

Der Arbeitstag beginnt mit einem Team-Meeting, bei dem alle Anwesenden sagen, was sie an diesem Tag tun werden.

  1. Gäste und Helfer

Helfer sollten sich, bevor sie kommen, im Sekretariat anmelden. Die Zimmerzuteilung im HaM erfolgt durch die Sekretärin bzw. ihre Stellverterin. HelferInnen nehmen an der morgendlichen Arbeitsbesprechung teil und erhalten eine Arbeit zugewiesen. Gäste können nach Voranmeldung an den Mahlzeiten gegen einen festgelegten Unkostenbeitrag teilnehmen.

  1. Umgang mit Konflikten

Wo Menschen zusammenleben, kann es immer einmal zu Spannungen und Irritationen kommen. Ziel ist es, Meinungsverschiedenheiten friedlich, sachlich und schnell beizulegen. Dafür sind folgende Verhaltensweisen hilfreich:

  • Nicht negativ über andere reden, Gerüchte vermeiden.
  • Zuerst nachfragen und versuchen, das Gegenüber zu verstehen, da Urteile und Vorwürfe verletzen und zu Rechtfertigungen führen können.
  • Wünsche statt Vorwürfe: Bedürfnisse auszudrücken, statt Vorwürfe zu machen, kann zu konstruktiveren Gesprächen führen.

Sollten die Beteiligten in bestimmten Situationen dazu nicht in der Lage sein, gilt Folgendes:

  • Der/die vom Verein bestimmte Sekretär/Sekretärin (z.Z. Regina Dierks) ist allen Menschen am Platz gegenüber weisungsberechtigt. Ist sie nicht anwesend, so gilt dieses für ihre(n) Vertreter/In.
  • Ist der /die vom Verein bestimmte Sekretär/Sekretärin in einer Spannungs-Partei, so ist das Problem in Zusammenarbeit mit dem für das Team zuständigen Vorstandsmitglied des Vereins (z.Z. Margot Greiner) zu lösen.
  • Sollte auch so keine Klärung erreicht werden, wird ein weiteres Vorstandsmitglied hinzugezogen.
  • Danach kann der Gesamtvorstand um eine Entscheidung gebeten werden.

Der Resident-Lama steht außerhalb dieser Entscheidungs-Hierarchie.

  1. Umgang mit Anhaftungen

Am gesamten Platz gilt ein generelles Rauchverbot.

Im Tempelgebäude gilt darüber hinaus ein Alkohol- und Fleisch-Verbot.
Im HaM soll Alkoholkonsum die Ausnahme sein.

Auf dem ganzen Gelände sind keine illegalen Substanzen (landläufig: Drogen) erlaubt.

Zum Schutz der Praxis und der Pflege des Geistesfriedens möchten wir, dass im Tempelgebäude kein Fernsehen, kein Radio, keine Musik, keine Unterhaltungsliteratur und keine Tageszeitung konsumiert werden. Der elektronische Bildschirm in der Bibliothek dient nur der Wiedergabe von DVDs, die zur Tempel-Bibliothek gehören oder vergleichbarer Medien (Ausnahme sind Filme für Kinder, die zur Unterhaltung der Kinder während gleichzeitig stattfindenden Belehrungen vorgeführt werden). Auch im HaM sollte Zurückhaltung mit Medien die Regel sein.

Für den Umgang mit emotionalen Geistesgiften verweisen wir auf Punkt 7.

  1. Minderjährige:

Bei eigens für die junge Sangha ausgewiesenen Veranstaltungen bestimmt der Jugendvorstand eine verantwortliche Leitung. Diese hat ausnahmslos sicherzustellen, dass Jugendliche unter 16 Jahren im HaM keinen Alkohol genießen.

10 Mithilfe bei Kursen:

Bei allen Veranstaltungen wird eine Stunde Mitarbeit erbeten. Wer diese Mithilfe nicht leisten kann oder möchte, kann stattdessen einen etwas erhöhten Kursbeitrag entrichten.