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Karma Kagyü Chö Khor Ling e.V. wurde im Jahre 1988 zunächst als Kagyu Benchen Ling e.V. mit dem Segen und der Inspiration von Lama Chime Rinpoche gegründet, um die Lehren des Tibetischen Buddhismus (den buddhistischen Dharma) bekannt zu machen, sowie das Studium tibetischer Sprache, Geschichte und Kultur zu fördern. Besuche herausragender Lehrer der vier Schulen des tibetischen Buddhismus ermöglichen, den Buddhismus in seinem ganzen Spektrum zu studieren und zu praktizieren.

Im Sommer 1989 wurde ein großes, etwa 200 Jahre altes Schwarzwaldhaus in Todtmoos-Au erworben. Es liegt an der Wehra, in einem wildromantischen Tal, sechs Kilometer unterhalb des bekannten Kur- und Kongressortes Todtmoos im südlichen Hochschwarzwald.

Im Herbst 1989 begannen die notwendigen Um- und Ausbauarbeiten, die zur Eröffnung des Tempels im Jahre 1993 führten. Zwei Jahre später konnte eine benachbarte Pension – das Haus am Mühlenbach – als Seminargebäude und Unterkunftshaus erworben werden. Auf dem ca. 4 Hektar großen Gelände befindet sich ein Park mit Wiesen, Gärten, Waldungen und Bächen, der die Bedürfnisse der Tempelbesucher nach Ruhe, Meditation und Arbeit in einer natürlichen Umgebung erfüllt.

In den letzten Jahren lehrten in KCL u.a. S.E. der XII. Tai Situpa, S.E. der X. Sangye Nyenpa Rinpoche, Kyabje Chime Rinpoche, Kyabje Tenga Rinpoche, Lama Ato Rinpoche, Lama Akong Rinpoche, Lama Khenpo Tsültrim Gyamtso Rinpoche und Lama Alasdair.

Seit der Gründung ist Lama Chime Rinpoche der wichtigste spirituelle Begleiter von Karma Kagyu Chö Khor Ling. Er betreut viele westliche Schüler in Studium und Meditationspraxis des Buddhismus. Seine Hauptaufgabe sieht er in der Instruktion der Schüler in der mündlichen Überlieferung, deren Träger er ist. Sofern es ihm möglich ist, besucht er das Zentrum regelmäßig.

In 1984 rief er zusammen mit Lama Tenga Rinpoche die Kagyu-Sommerschule ins Leben, die bis heute jährlich stattfindet und sich stets großer Beliebtheit erfreut.

 

AUSZUG AUS DER ERÖFFNUNGSREDE 1993 VON S.E. SANGYE NYENPA RINPOCHE

Der hauptsächliche Zweck der Erschaffung eines solchen Zentrums geht auf die Tatsache, dass zunächst einmal Buddha Shakyamuni in Indien geboren wurde, und dort das Rad des Dharma drehte, um die Wünsche vieler Wesen zu erfüllen. Indem sie den Dharma auf sich anwenden, können Sie ihre Wünsche erfüllen und Erleuchtung erfahren…

Ohne den Dharma auf Ihren Geist anzuwenden, werden Sie den Nutzen des Dharma nicht erfahren. So hege ich schließlich die starke Zuversicht, dass dieses Zentrum auch für Sie ein Ort sein wird, an dem Sie meditieren und den Buddhismus studieren können. So möchte ich hier also meine aufrichtigen Wunschgebete für Sie alle, die Sie praktizieren, ausdrücken: Möge sich Ihre Praxis entwickeln, mögen Sie keine Hindernisse in Ihrer Praxis erfahren und mögen sie schrittweise in den Genuss der Realisation von Buddhaschaft gelangen. Dies ist meine persönliche Pflicht, da ich selbst eine Art Dharmapraktizierender bin, es entspringt aber auch der Tatsache, dass Sie hier Lama Chime Rinpoche als Ihren Hauptlehrer haben und dass seine Lehren für sich genommen schon einen vollständigen Weg zur Realisation darstellen, wenn Sie deren Praxis auf sich nehmen.“